Montag, 25. Oktober 2021

Mobbing und Gewalt? Nicht mit dir!

Mit ein paar einfachen Techniken zur Selbstverteidigung kannst du dich wehren

Hast du manchmal Angst vor Jugendlichen? Vielleicht wollte einer schon mal dein Geld haben oder dir einfach eine reinhauen? Genau darüber machen sich Erwachsene Gedanken. Sie wollen Kindern beibringen, wie sie sich vor Gewalt schützen können. So auch in der Grundschule Paniersplatz in Nürnberg. Dort haben sich die Kinder der Klasse 2a schon auf den Boden der Turnhalle gesetzt. Gespannt warten sie, was ihnen Sportlehrer Jörg Gehre heute zeigen will. Doch da platzt Hausmeister Schmid in die Sporthalle. Er hat einen roten Kopf und ist ganz außer Atem. "Im Keller", ächzt er, "da, da, da ist" ... Ja was ist denn da? "Eine Hexe!", brüllt Hausmeister Schmid angsterfüllt: "Die will mich schlagen, beißen, kratzen und treten." Sportlehrer Jörg Gehre versucht ihn zu beruhigen. Aber es kommt noch schlimmer. "Da ist sie", brüllen die Kinder plötzlich durcheinander. Das Wesen ist auf einmal in der Turnhalle. Es ist tatsachlich eine Hexe! Nämlich die Hexe Panierschreck. Mit ihrer langen Nase, dem fiesen Gesichtsausdruck und der wilden, schwarzen Haarmähne.
Sie will die Kinder hauen. Doch da muss sie erst an Sportlehrer Jörg Gehre vorbei. Er erklärt den Kindern, wie sie sich schützen können.

Regel 1: Schnell wegrennen

Was kannst du bloß machen, wenn dir jemand wie die Hexe Panierschreck etwas Böses tun will? Zur Polizei gehen, warten oder verteidigen? Nichts davon. Denn dafür hast du doch gar keine Zeit. Die Hexe will sich schließlich mit dir raufen. Das Beste ist, einfach ganz schnell wegzurennen, erklärt der Sportlehrer. Und das üben die Kinder auch gleich. Sie laufen vor der Hexe Panierschreck davon. Also Regel 1: schnell wegrennen.

Regel 2: Schrei so laut du kannst

Was aber passiert, wenn es dafür zu spät ist oder du keine Möglichkeit hast abzuhauen? Zuerst einmal ist es wichtig, dass du ganz laut schreist, wenn dir jemand etwas antun will, rät Jörg Gehre. Wenn du brüllst wie am Spieß, kannst du zum einen niemanden um Hilfe rufen, zum anderen bekommt dein Angreifer einen Schreck und gibt vielleicht auf. Das Schreien solltest du einmal üben. Aber warne zuvor deine Eltern und Geschwister. Also Regel 2: Schrei so laut du kannst!

Regel 3: Schütze dich

Wenn dein Brüller den Angreifer nicht abgeschreckt hat, bleibt dir nichts anderes übrig, als dich zu verteidigen. Holt er zum Beispiel zu einem Schlag aus, balle deine Hände zu Fäusten und halte beide Arme geschlossen vor dein Gesicht. Sportlehrer Jörg Gehre zeigt auch, wie du deinem Angreifer einen Tritt ins Schienbein versetzen kannst. Das kann nämlich ganz schön weh tun. Ziehe deine Zehen hoch, dann das Knie und kicke deinen Fuß kräftig nach vorne. Der Kick kann noch stärker werden, wenn du dazu laut einen Kampfschrei machst: Zum Beispiel "Ha!" Also Regel 3: Schütze dich und trete zu.

Regel 4: Richtig hinfallen

Sollte dein Angreifer immer noch nicht aufgeben und du stürzt zu Boden, gibt es einen Trick fürs "richtige" Hinfallen. Dadurch schützt du dich vor schlimmen Verletzungen. Beim Fallen ist es wichtig, dass du nicht auf dem Kopf landest. Und das kannst du üben. Knie dich auf den Boden, dehne deine Beine etwas auseinander. Dann lege den Kopf zur Seite und strecke deinen Arm.

Führe den Arm durch deine Beine. Nun kannst du dich über deine Schulter abrollen, wobei dein Kopf dabei nicht den Boden berühren sollte. Also Regel 4: Richtig hinfallen.

Doch merk dir vor allem: Wenn dir jemand blöd kommt, geh ihm aus dem Weg. Bei den Kindern der Klasse 2a und der Hexe Panierschreck ging die Sache sogar noch besser aus. Sie haben sich versöhnt. Die Hexe sitzt jetzt ganz brav in der Turnhalle. Und der Hausmeister Schmid hat jetzt auch keine Angst mehr.

 

 

Der Artikel stammt aus dem Sonntagsblitz, 2008. Jörg Gehre ist Übungsleiter im Budo Club Eckental.

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